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Leichtathletik 2008-01-22
Weitspringerin Bianca Kappler verzichtet auf Klage gegen Marion Jones - Athletin wollte verlorene Prämien einklagen Die deutsche Weitspringerin Bianca Kappler sieht, entgegen ihrer vorherigen Ankündigung, von einer Klage gegen die amerikanische Doping-Sünderin Marion Jones ab. „Mir hat ein Anwalt gesagt, dass das ein endlos langes Procedere wäre und dass die Erfolgsaussichten gering sind. Abgesehen davon wäre auch der finanzielle Aufwand für mich enorm“, sagte die deutsche Meisterin und Weltmeisterschafts-Fünfte.
Kappler hatte bei den Olympischen Spielen in Athen den Weitsprungwettkampf als Neunte beendet und damit das Finale um einen Platz verpasst. Die damals gedopte Marion Jones hatte sich als Fünfte für das Finale qualifiziert. Durch das verpasste Finale waren Kappler nach eigenen Angaben dadurch 15 000 bis 20 000 Euro an Fördergeldern und Prämien entgangen. Diese wollte sie nun anfangs von Jones gerichtlich einfordern. „Mir geht es vor allem darum, darauf aufmerksam zu machen, wie sehr saubere Sportler unter Doping zu leiden haben“, sagte die 30-Jährige. Jedoch hat Kappler von ihrem Ausrüster jene Summe, die ihr für den achten Platz in Athen zugestanden hätte.
Die 32-Jährige Marion Jones ist von einigen Verbänden verklagt worden. Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) verlangt von Jones rund 700 000 Dollar zurück, die US-Antidoping-Agentur (USADA) 100 000 Dollar. Jones, die wegen zweimaliger Falschaussage gegenüber Untersuchungsbehörden für sechs Monate ins Gefängnis muss, behauptet jedoch, durch die Zahlung der hohen Prozesskosten pleite zu sein.
fk. |
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