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Wir geben unseren Nutzern von Sportgericht persönlich und den Anwälten aus unserem Verzeichnis "Anwälte für Sportrecht" die Möglichkeit,
sich mit einem Meinungskommentar zu den einzelnen Nachrichten zu äußern.
Dies sind die jüngsten Meinungsbeiträge:
Allgemeines Zur Nachricht von 2010-08-05
LG Stuttgart: Hohe Bewährungs- und Geldstrafe für Willi Weber wegen Insolvenzverschleppung
meint am 2010-08-10 01:45:49André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Das Urteil gegen Weber überrascht – oder doch nicht?!
Fest steht eines: Der ehemalige Schumacher-Manager ging (mindestens) in den letzten Jahren seiner unternehmerischen Tätigkeit mit hoher krimineller Energie ans Werk.
Zudem war er durch ein – nicht einmal zwei Jahre zurückliegendes - Urteil des Landgerichtes Koblenz durch eine Bewährungsstrafe einschlägig vorbelastet.
Dass er dennoch „nur“ mit zwei Jahren Haft auf Bewährung weggekommen ist, lässt dem kundigen Beobachter ein ungutes Geschmäckle entstehen. Immerhin, so heißt es, hätten die Stuttgarter Richter die Koblenzer Sanktion bei der Strafmaßfindung berücksichtigt. Technisch mag das wohl gerade noch im Einklang mit geltendem Recht stehen. Konsequent ist dies - auch vor dem Hintergrund des angerichteten Schadens - jedenfalls nicht.
Was wird passieren?
Weber wird die Geldstrafe bezahlen und sich über die Justiz und seine depperten Geschäftspartner, die ihm viel zu lange in gutem Glauben die Stange gehalten haben, ins Fäustchen lachen.
„Aequtias sequitur legem“ - in der „Causa Weber“ galt dies jedenfalls nicht.
Baseball Zur Nachricht von 2010-07-29
47-jährig verstorbener Rockies-Präsident McGregor nicht ermordet – Auch keine Drogen nachweisbar
meint am 2010-07-31 15:26:16André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Und wieder ein "gesunder", viel zu früh verstorbener ehemaliger Leistungssportler aus einer Liga, die kein Dopingproblem hat...
Fußball Zur Nachricht von 2010-07-28
Kritik an Doppelbeschäftigung Siegenthalers: Entscheidung zwischen HSV und DFB wird notwendig
meint am 2010-07-30 20:44:45Klaus Unger: Es ist schon alles etwas merkwürdig. Da steht ein Rahmenspielplan der Saison, keiner meckert. Und einige Tage vor dem Länderspiel gegen Dänemrk melden sich die Vereins Trainer. Da holt sich der HSV Herrn Siegenthaler, läßt sich das vom DFB absegnen. Und nun ist alles falsch!! Warum darf Dr. Wohlfahrt beides? Warum Herr Rauball? Warum Herr Rumminigge? Ach ja das sind ja Personen vom FC Bayern und Dortmund. Der DFB und an der Spitze Herr Dr. Zwanziger, sollte vorher überlegen und dann handeln!!
Eishockey Zur Nachricht von 2010-02-22
Insolvenzgefahr: Kölner EC sucht dringend nach Geldgebern – Geschäftsführer Eichin hofft auf Hilfe von OB Roters
meint am 2010-02-22 21:36:19André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Was ist selbst dem wenig aufmerksamen Beobachter bei der Betrachtung der derzeitigen Lage des KEC augenfällig? Dass den Haien nicht weniger als die Hälfte jenes Betrages fehlt, um den der aktuelle Etat im Vergleich zur Vorsaison hätte gekürzt werden sollen. Eine Menge Holz...
Es bleibt zu hoffen, dass im letztjährigen Lizenzierungsverfahren alles mit rechten Dingen zuging und die Liquiditätslücke seinerzeit tatsächlich nicht voraussehbar war.
Die möglichen Folgen einer Insolvenzverfahrenseröffnung wären bitter, insbesondere für die treuen Haie-Fans. Ihnen werden sicher noch die Worte des Liga-Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Arnold in den Ohren klingen, als dieser unmittelbar nach Bekanntwerden der drohenden Insolvenz der Nürnbeger Ice Tigers eine DEL-Gesellschafterversammlung einberufen wollte, um den Lizenzentzug für die Franken zu beschließen.
In letzter Sekunde präsentierten die Nürnberger seinerzeit einen neuen Geldgeber, sodass die Einleitung eines Insolvenzverfahrens und damit der drohende Lizenzentzug abgewendet werden konnte.
Nach dem Verlust des insolventen Basketball-Bundesligisten Köln 99ers, der im vergangenen Jahr nicht zu retten war, steht die Sportstadt Köln erneut vor einer Zerreißprobe. Diese sollte in Anbetracht der Größe und des Namens des achtmaligen Deutschen Eishockemeisters aber zu bewältigen sein.
Jedoch drohen dem Verein für den Fall, dass die benötigten Gelder in sechsstelliger Höhe nicht rechtzeitig zu besorgen sind und/oder die Spiellizenz unter unlauteren Umständen erschlichen wurde, dürre Zeiten jenseits der DEL-Glitzerwelt.
Fußball Zur Nachricht von 2010-02-22
Einreichen der Lizenzunterlagen: DFB gewährt Dynamo Dresden Fristverlängerung - Düsseldorfer Vorbild
meint am 2010-02-22 19:45:10André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Aufmerksame Beobachter der Umstände rund um den Neubau des Rudolf-Harbig-Stadions kann die derzeitige Entwicklung in Elbflorenz nicht wirklich wundern.
So ist der (existenzbe)drohende Liquiditätsengpass des sächsischen Traditionsklubs keineswegs überraschend, sondern durch die verantwortungslosen Vereinbarungen der Stadt Dresden und dem Verein Dynamo geradezu programmiert worden.
Schon vergessen? Vor knapp einem Jahr stand Gelb-Schwarz ebenfalls kurz vor der Pleite, weil ein Stadion gebaut worden war, dass sich weder die Stadt leisten wollte, noch der Verein leisten konnte. Kurzsichtige – und betriebswirtschaftlich hochgradig fahrlässige – Verträge wurden in letzter Minute mit heißer Nadel gestrickt, um dem Verein den Bezug seines neuen Wohnzimmers zu ermöglichen. Ein Bezug, der, wäre es mit rechten Dingen zugegangen, niemals möglich gewesen wäre. Das Credo lautete bei allen Beteiligten seinerzeit offenbar: „Hauptsache, die Hütte steht. Was danach kommt, ach, mal sehen…“
Nun ist das Jahr der gegenseitigen Gefälligkeiten vorbei und die Lage ist dramatischer denn je. Die Stadt kann (und darf!) sich keinen Fußballklub halten, ist jedoch in ihrem Handeln – Subvention eines abstiegsgefährdetem Drittligavereins - ohne Alternative. Dem Verein wurde, vorauseilend gehorsam, ein finanzielles Korsett angelegt, welches ihm mittel- und langfristig die Luft zum Atmen, zum Überleben raubt. Jetzt aber den einzig nennenswerten Nutzer des Stadions ausbluten lassen, „nein, das geht nicht“. Unmöglich eben.
Aus eigener Kraft wird Dynamo den Turnover auch nicht bewerkstelligen können. Die sportliche Perspektive ist so miserabel wie selten in der bald 57-jährigen Vereinsgeschichte: wenn alles gutgeht, vermeidet der ehemalige Europapokalteilnehmer in diesem Jahr den Sturz in die viertklassige Bedeutungslosigkeit.
Was bleibt festzuhalten? Der Allgemeinheit wird – mal wieder – getreu dem Chomskyschen Wort „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“ zugemutet, als Retter von Partikularinteressen aufzutreten. Halb so schlimm, wenn nicht voraussehbar. Hier wurde jedoch von Stadt und Verein mit freier Sicht und spiegelglatter See mit Volldampf auf einen kapitalen Eisberg zugefahren.
Aber auch damit geht man in Deutschland im Jahr 2010 höchst pragmatisch um: Was den Investmentbank(rotteur)en recht ist, muss den Dresdnern Entscheidern billig sein…
Eisschnelllauf Zur Nachricht von 2009-12-11
Schweizer Gericht untersagt Pechstein-Start über 1500 Meter – IOC plant Medaillen-Aberkennung bei verdächtigen Blutwerten
meint am 2009-12-14 14:57:48Dr. jur. habil. Thomas E. Abeltshauser LL.M.: Aus taktischer Sicht war es m.E. nicht unbedingt zu empfehlen, über einen reinen Verfahrensfehler des Sportgerichts die Teilnahme zu erzwingen. Wenn dies dazu dienen sollte zu verdeutllichen, dass Frau Pechstein das Ergebnis nicht anerkennt, wäre dies juristisch auch anders möglich gewesen.
Merwürdig ist allerdings die Aussage von Herrn Rogge, dass Athleten im Falle sog. "abnormaler Blutwerte" mit der Aberkennung ihrer Olympia-Medaillen rechnen müssen. Der Begriff "abnormal" ist in diesem Zusammenhang kein juristischer Begriff und sollte in diesem Sinne nicht verwandt werden, denn anderenfalls würden auch diejenigen Sportler bestraft, die ganz ohne Einnahme von nicht genehmigten Medikamenten oder Anwendung nicht zulässiger Blutaufbereitungsmethoden ebenfalls Werte im natürlichen Sinne aufweisen. Es würde zu einer geradzu fatalen Diskussion darüber kommen, was abnormal und was normal sein könnte.
Dr. jur.habil. Th.E. Abeltshauser LL.M. (Hamburg)
Fußball Zur Nachricht von 2007-10-24
DFB-Präsident Zwanziger will mit Dogma brechen: „Vereine sollten Sponsorennamen tragen dürfen“
meint am 2007-10-24 15:11:37André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Nachdem die DFL mit ihrer langfristigen Vereinbarung mit dem Ex-Pleitier Leo Kirch für einen Paradigmenwechsel in der Vermarktung des deutschen Profifußball sorgte, dringt nun DFB-Boss Zwanziger mit seinem bannbrechenden – seltsamerweise medial bislang kaum beachteten – Vorschlag zu ganz neuen kommerziellen Ufern vor.
Da Zwanzigers Vorschlag in Sponsorenkreisen mehr als Anklang finden wird, ist davon auszugehen, dass die wenigen „artengeschützen“ Werksklubs wie Wacker Burghausen und Bayer Leverkusen mittelfristig illustre Gesellschaft von „Saturn Düsseldorf“, „Paulaner Unterhaching“ oder „Red Bull Leipzig“ bekommen könnten.
Der Anteilseigner des genannten Limonadenherstellers, Milliardär Mateschitz, hatte in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass seinem gewünschten Leipziger Engagement die traditionellen Statuten des DFB allzu hinderlich seien. Diese Sorge wird er wohl in Zukunft nicht mehr haben müssen.
Dass Zwanzigers „Testballon“ so kurz vor dem DFB-Bundestag gestartet wurde, ist sicher kein Zufall – Nachtigall, ick hör’ Dir trapsen…
meint am 2007-11-15 09:18:21Alex Trapp: Ich als Fortuna Düsseldorf Fan, finde diese Aussage von Herrn Zwanziger einfach nur unerhört. Ein Verkauf der Tradition ist und bleibt verboten!!! In Düsseldorf hatte Red Bull auch schon als sogenannter "Hauptsponsor" angefragt. Damit wollte Red Bull aber auch den Namen "kaufen". Herr Zwanziger sagte das es : ,,Im Ausland auch funktioniert und akzeptiert wird``. Diese Aussage ist vollkommen falsch. Bestes Beispiel ist Red Bull Salzburg. Die Fanszene von dem damaligen Sv Austria Salzburg hatte sich nach der Namensänderung dem Verein abgewandt und gründete einen neuen Verein mit dem Namen Sv Austria Salzburg, nun dieser Verein ist mit 14 Siegen und einer Niederlage unangefochtener Tabellenführer. Dazu kann ich nur sagen: Zwanziger hau ab! und Ultras! kämpft um eure Leidenschaft und um eure Tradition!!!! meint am 2009-09-14 16:23:17André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Nachtrag zum Kommentar vom 24.10.2009:
Wer hätte gedacht, dass es knappe zwei Jahre später tatsächlich einen Klub namens "RB Leipzig" geben wird.
Meine Prognose für die nächsten zwei Jahre lautet, dass in diesem Zeitraum die sog. "50+1"-Regel fallen wird...
Es bleibt spannend!
Leichtathletik Zur Nachricht von 2009-08-04
Diskuswerfer Harting bezeichnet Anti-Dopingkampf als aussichtslos - „Sport und Doping gehören leider so zusammen wie Henne und Ei“
meint am 2009-08-04 22:17:13rudolf koscher: Harting hat Recht! Dieser Kampf gegen Doping ist eine einzige Lachnummer. Wenn man Aussagen von Landsmann Bernhard Kohl anhört daß die Kontrollen jeden Radprofi zum Grinsen bringen weil derart wirkungslos dann soll man es doch freigeben, ein paar Tote kalkulieren so wie in den USA und alles ist okay. Und kostet kein Geld.
Ganz unverschämt finde ich Armstrong der sein Comeback gibt obwohl im Doping nachgewiesen wurde oder ehemlige deutsche Radsportler sich in Spitzenämtern bei Radteams weiterhin ihr Geld verdienen als sei nie was gewesen. Na ja, Exknackis kriegen ja auch wieder Filmrollen weil man mit so einem Namen ja noch Einschaltquoten produziert. Aber das ist der Spiegel unserer Gesellschaft - es dreht sich nur um Kohle - Moral bitte beiseite schieben. Danke! meint am 2009-08-21 23:41:18Steffen Moritz, Sportgericht.de: Das derzeitige Anti-Doping-System ist lückenhaft, teuer und ungerecht. Deshalb jedwede Form der medizinischen Leistungssteigerung zulassen zu wollen, zeigt den Laien. Jeder, der sich mit dem Thema befasst, merkt schnell, dass Doping bekämpft werden muss - selbst wenn fest steht, dass der Kampf nicht gewonnen werden kann.
Der Spitzensport taugt längst nicht mehr als Vorbild der Gesellschaft, ist zu ihrem Abbild geworden. Das Problem ist, dass die Sportverbände alles dafür tun, das wir das nicht merken. Und sie sind dabei sehr erfolgreich!
Das Problem des Sports ist nicht das Doping, sondern seine Verlogenheit, Doppelmoral und Intransparenz.
Boxen Zur Nachricht von 2009-02-03
Keine Dopingkontrollen im Deutschen Boxsport – Bisher keine Übereinkunft mit der Nada
meint am 2009-06-18 08:30:12Mario Pokowietz: Es ist richtig das sich der BDB e.V. gegen die Einführung des NADA Codes sträubt . Falsch ist es das es im Deutschen Boxen derzeit keine unangekündigten Trainingskontrollen stattfinden könnten. Der mittlerweile in Deutschland gleichgroße wie gleichstarke Boxverband GBA e.V. hat den NADA Code anerkannt
Allgemeines Zur Nachricht von 2008-12-18
Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention fordert Abschaffung der B-Probe – Große Möglichkeiten für Manipulationen
meint am 2008-12-18 16:29:41Richard Eimer, Anwalt für Sportrecht: Der Vorschlag, die B-Probe abzuschaffen, ist zur Problemlösung völlig ungeeignet. Wenn es hygienische Probleme bei der Lagerung und dem Transport gibt, so sind diese Probleme zu analysieren und zu beseitigen. Keinesfalls darf das Recht des Athleten auf Beweisführung eingeschränkt werden. Wenn die Standards der Analyse inzwischen so hochwertig sind, wie Prof. Steinacker unterstellt, dann sind auch Abänderungen infolge von Lagerung und Transport feststellbar. Sollten aber die Analysemethoden immer noch unsicher sein, dann beeinträchtigt eine vereinzelte unbrauchbare B-Probe den Anti-Dopingkampf weniger als ein ungerechtes, mit unserer Rechtsordnung nicht im Einklang stehendes Dopingfeststellungsverfahren mit nur einer Probe. Denn ohne B-Probe würden die Rechte der Athleten noch stärker eingeschränkt. Lieber ein nicht sanktionierter Dopingsünder als ein mittelalterliches Sanktionssystem.
Gewichtheben Zur Nachricht von 2008-04-16
Weitere Details im griechischen Doping-Skandal: Gewichtheber offenbar mit „Kultsteroid“ gedopt
meint am 2008-08-10 15:13:06Benjamin Schulte: Methyltrienolon ist keineswegs Bestandteil eines neuartigen Doping-Cocktails, sondern schlicht und ergreifend ein anabol/androgenes Steroid wie Testosteron oder Nandrolon. Methyltrienolon wird eher selten verwendet, da es stark lebertoxisch wirkt. Erstmalig synthetisiert wurde es bereits 1965, kam auf Grund der starken Nebenwirkungen allerdings nie kommerziell in Form eines Medikaments auf den Markt. Weitere Information zum Thema unter Methyltrienolon, dort ist das weltweit einzige Buch über diesen Wirkstoff in deutscher Sprache erhältlich.
Radsport Zur Nachricht von 2008-07-17
L'Equipe: Zweifacher Etappensieger Riccardo Ricco positiv auf Epo getestet – Blutwerte vorher schon verdächtig
meint am 2008-07-17 17:34:08André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Dreister geht es nimmer, Signore Ricco!
Für wen führen Sie den öffentlichkeitswirksam platzierten "No Doping" Aufkleber auf Ihrem Drahtesel spazieren? Ihre Auffassung von fairem Sport ist dies offensichtlich nicht. Vielleicht ist es ja lediglich als eine Aufforderung an Ihre Fahrer"kollegen" zu verstehen? Das wissen wohl nur Sie.
Entlarvend für die gesamte Radsportszene mutet an, dass sich niemand über jenes von "Anti-Doping-Vorkämpfer" Riccardo Ricco inszeniertes Possenspiel echauffiert.
Doch nicht nur die Causa Ricco, auch die bislang bekannt gewordenen Tour-Doping-Fälle der Spanier Beltran und Nevado bleiben seltsamerweise en Gros unkommentiert.
Sollte es tatsächlich die – allseits propagierte - neue Sauberkeit im Radsport geben, wäre die logische Reaktion der „Anständigen“ jedoch ein ohrenbetäubender Protest gegen die aufgefallenen "Einzeltäter", die die gesamte Zunft einmal mehr in Verruf bringen. Doch außer einigen lauwarmen Verurteilungen seitens der Offiziellen verlautbartet nichts von Belang.
So wird heuer beim kritischen Beobachter die Auffassung verstärkt, dass auch die letzten - nicht zuletzt finanziell schmerzhaften - Krisen des Radsports mal wieder nicht zu einem Paradigmenwechsel führten.
In Anlehnung an Remarques legendären Roman bleibt also zu konstatieren: „Im Radzirkus nichts Neues" - Vive le Tour…
Allgemeines Zur Nachricht von 2008-05-21
Peking 2008: Ad-hoc-Kammer des Cas konstituiert - Dirk-Reiner Martens aus Gremium ausgeschieden
meint am 2008-05-23 12:06:39Andreas Müller: Erstmals seit 8 Jahren... ...ist falsch, da Kolege Martens aus München der Kommission in Sydney (2000), Salt Lake City (2002), Athen (2004) und Turin (2006) angehörte. Die Agentur-Meldung beim sid lautete richtig: Anders als bei den vorangegangenen Spielen wird Deutschland in Peking nicht in der ad-hoc-Kommission des CAS vertreten sein... meint am 2008-06-08 00:44:47André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: Lieber Herr Müller, Ihre "Korrektur" ist falsch. Wenn Herr Dr. Martens seit 2000 Mitglied der Ad-hoc-Kammer war, und dies 2008 nun nicht mehr ist, dann ist "erstmals seit acht Jahren kein deutscher Jurist" mehr dabei. Eigentlich ganz einfach...
Leichtathletik Zur Nachricht von 2008-04-18
Weiterer Schützling Stechemessers positiv getestet: Susanne Pumper bei Halbmarathon offenbar gedopt
meint am 2008-05-27 16:10:15Martin Steinbauer: Die Aussagen zu Dr. Stechemessers Athleten sind korrekt.
Die Lebensgefährtin, welche mit dem lebenslang gesperrten Trainer Walter Mayer zusammenlebt, ist jedoch eine andere Marathonläuferin (und neue Marathonrekordhalterin)...
Allgemeines Zur Nachricht von 2008-05-16
Brasilianische Schwimmerin Rebecca Gusmao des Dopings überführt - Auch B-Probe Susanne Pumpers positiv
meint am 2008-05-16 18:46:43André P. Pantel, Redaktionsleiter Sportgericht.de: „Ich habe nicht gedopt, ich will zu den Olympischen Spielen. Der Cas soll mir dazu verhelfen“.
Rebecca Gusmao, die bedauerlicherweise nur noch durch den Eintrag in Ihrem Ausweis als Frau zu identifizieren ist, hat durch den jahrelangen Hormonmißbrauch, der sie zu einem Virilisierungsmonstrum werden ließ, offenbar jeglichen Realitätsbezug verloren.
Anders sind Ihre Äußerungen nicht zu deuten.
Die Sportgericht.de-Prognose: Der Cas wird selten eine eindeutigere Entscheidung getroffen haben, als jene, die er im Falle Gusmao treffen wird.
Eishockey Zur Nachricht von 2008-02-12
Öffentlich-Rechtliche Sendeanstalten verzichten auf die Berichterstattung über die Eishockey-WM 2008
meint am 2008-05-06 12:24:34Armin Jung: Hallo,
Ich bin zwar kein großer Eishockey-Fan aber die Weltmeisterschaften habe ich mir immer gerne angeschaut. Meine Mutter allerdings ist großer Eishockey-Liebhaber. Diese hat aufgrund des TV-Empfangs (sie hat DVBT und da ist kein DSF verfügbar, zumindest bei uns im Raum Mainz) und der Weigerung der öffentlich-rechtlichen die WM zu übertragen, keine Möglichkeit, auch nur eine Sekunde der WM zu sehen. Deshalb haben wir eine Email an ARD und ZDF gesendet, die ich hier und in so vielen Foren wie möglich, veröffentliche, mit der Hoffnung einige gleichgesinnte zu finden, um diesen Gangstern endlich eins auszuwischen. Wie weit dies Ganze führt, wissen wir nicht. Aber wir hoffen, das sich dadurch in Zukunft etwas ändert. Und wie sonst, sollen wir uns sonst wehren? Hier die Email mit dem Aufruf, das soviele wie möglich es uns gleich tun um endlich eine Änderung diesert Mißverhältnisse zu erreichen.
Betr.: Nichtübertragung der Eishockey-WM
Hallo,
ich schreibe im Namen meiner Mutter die leider keinen Internetanschluß besitzt und ebenfalls nicht über Kabelfernsehen oder Satellitenempfang verfügt.
Meine Mutter wohnt in einem Mietshaus, wo der TV-Empfang nur noch über das neue DVBT möglich ist. Hier aber ist z.B. DSF nicht erreichbar. Aber nur im DSF wird die Eishockey-WM im TV übertragen obwohl dies seit Jahrzehnten von ARD und ZDF der Fall war.
Nun ist meine Mutter ein großer Eishockey-Liebhaber und dementsprechend richtig sauer auf die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, worin ich Sie nur unterstützen kann.
Sie zahlt seit Jahren brav ihre GEZ-Gebühren, hat nie großartig geschimpft, wenn mal wieder eine völlig ungerechtfertigte Erhöhung fällig war, nur weil sich Ihre Bonzen noch mehr Geld in den ***** schieben wollen und war einer der Zahler, die Sie am liebsten haben: ruhig, brav und immer schön Geld gegeben.
Doch irgendwann ist auch bei solchen Menschen das Fass übergelaufen.
Nun ist auch Sie nicht mehr bereit, Ihren Bonzen den Bauch zu füllen!
FÜR WAS SOLL MAN EIGENTLICH GEZ BEZAHLEN, WENN DIE ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN IHREN PFLICHTEN NICHT NACHKOMMEN???
Sie haben die verdammte Pflicht, den zahlenden Bürgern auch dafür die bestmögliche Berichterstattung zu vermitteln. Dazu gehören auch zumindest TV-Zusammenschnitte sportlich, öffentlich relevanter, Weltmeisterschaften, wozu die Eishockey-WM als drittgrößte Mannschaftssportart in Deutschland ganz klar gehört. Durch Ihre Weigerung nur aufgrund der Einschaltquoten (welche eigentich nur bei Soaps, Talkshows o.ä. zum Tragen kommen dürften und nicht bei nachrichtenfähigen Ereignissen wie einer Weltmeisterschaft!) haben Sie eine Vertragsbruch begangen! GEZ-Gebühren sind dazu da, um öffentlich-rechtliches Fernsehen zu finanzieren. Unter öffentglich-rechtlichem Fernsehen verstehen wir aber auch, das alle, nachrichtenfähige Ereignisse zumindest in Ausschnitten auf einem öffentlich-rechtlichen TV-Sender, der deutschlandweit zu empfangen ist, übertragen werden. Eine Eishockey-WM gehört zweifellos zu solch einem nachrichtenfähigen Ereignis. Wieso sonst werden in Ihren Nachrichten die Ergebnisse der WM bekannt gegeben? Wenn Sie eine Talkshow oder Soap wegen Einschaltquoten absetzen, ist das Ihr gutes Recht und sogar Ihre Pflicht. Schließlich wird in keiner Nachrichtensendung gemeldet, das z.B. im "Marienhof" Hr. XY mit Fr. Z ein Verhältnis hat oder bei "JBK" ein Gast zuviel Wasser trinkt! Solche Sendungen werden und können durch die Werbeeinnahmen finanziert werden und sind dementsprechend aufgrund der Einschaltquoten zu bewerten. Aber ein Eishockey-WM gehört nunmal zu einem der Ereignisse, die im öffentlichen Interesse stehen und haben durch die GEZ-Gebühren finanziert zu werden. Und hier haben die Einschaltquoten nur einen zweitrangigen Status. So z.B. ob live oder in Ausschnitten bzw. wann übertragen wird. Wie z.B. bei der Fußball-Bundesliga.
Sie aber sind Ihrer Pflicht wieder einmal, wie so oft, nicht nachgekommen, nur weil die Einschaltquoten angeblich so niedrig wären. Im übrigen sind diese sogenannten Einschaltquoten sowieso nur "Bullshit"! Sie haben keine Möglichkeit nachzuweisen, wieviele Menschen tatsächlich eine Sendung schauen. Diese Quoten sind nur ein sog. repräsentativer Querschnitt, der allerdings von der tatsächlichen Höhe erheblich abweichen kann. Und da die Einschaltquoten hier für die Eishockey-WM sowieso nur zweitrangig relevant sind, könne und dürfen Sie deshalb nicht von einer Übertragung absehen. Außerdem sind die Einschaltquoten auch ein Ergebnis der Vermarktung. Wenn eine Handball-WM alle paar Minuten im TV angepriesen wird, werden auch die Quoten entschieden höher sein. Wenn eine Eishockey-WM überhaupt nicht angepriesen wird, werden natürlich auch nur eingefleischte Fans, und selbst nicht einmal diese alle, die Einschaltquoten bestimmen und dementsprechend niedrig sein.
Zwar hat zum Glück für viele Eishockeyfans das DSF diese Übertragung übernommen, doch leider ist das DSF nicht überall bzw. zumindest nicht im DVBT in unserem Raum, Mainz, zu empfangen. Und da noch nicht einmal Ausschnitte der Spiele in den öffentlich-rechtlichen zu sehen sind, wird meine Mutter nicht eine Sekunde dieser WM zu sehen bekommen.
Dafür sind alleine SIE verantwortlich! Und auch für die Folgen. Diese sind nämlich, das meine Mutter ab sofort keinerlei GEZ-Gebühren mehr zahlt aufgrund Vertragsbruches Ihrerseits. Weiterhin werden wir diese Zuschauermeinung in so vielen Foren wie möglich veröffentlichen, mit dem Hinweis, das jeder der betroffen ist, es genauso machen soll. Wir können nur hoffen, das es genügend Menschen gibt, die unserem Beispiel folgen. Denn scheinbar nur so ist es möglich, die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten zu zwingen, Ihren PFLICHTEN nachzukommen und nicht nur das Geld zu kassieren um den Bonzen den Bauch und den ***** zu füllen!
Und damit Sie sehen, das wir keine Angst haben, uns mit Ihnen anzulegen, unterzeichne ich nur zu gerne mit meinem vollen Namen. (Name und Email-Adresse ist beigefügt). meint am 2008-05-06 16:13:12Armin Jung: Die Ausdrucksweise mag hart sein, das ist gewollt. Auf einen "Ach ich hab Dich doch so lieb und mach doch Bitte, Bitte, Bitte mal" wird aber leider nunmal erst recht nicht reagiert. Doch um die Ausdrucksweise geht es nicht.
Es soll sich auch niemand mit dieser identifizieren, sondern man sollte endlich einmal anfangen, sich nicht mehr alles von diesen Typen gefallen lassen. Heute ist es die Eishockey-WM, keiner meckert, was wird es dann wohl als nächstes sein? Wie weit soll das gehen, bis die Menschen reagieren? Wer zu lange wartet, den bestraft das Leben! Ein alter waiser Spruch, der mit Sicherheit auch hier bei weiterer Desintersse irgendwann einmal zum Tragen kommt!
Ich will hier auch gar keine Diskussionen ob, warum, wann, wieso, weshalb und überhaupt und was weiß ich worüber in Umlauf bringen. Ich möchte nur soviele wie möglich aufrütteln, bei dieser Aktion mitzumachen. Einer hat keinen Erfolg. Sind es aber ein paar tausend, kann sich dieses ganz schnell ändern.
Also: Nicht groß diskutieren, ob dieses Schreiben Erfolg hat oder nicht, ob es gut war oder nicht, ob die Ausdrucksweise nach "Knigge" war oder nicht oder was weiß ich warum, sondern einfach genauso reagieren oder eben nicht!
Leichtathletik Zur Nachricht von 2008-04-22
Suspendierte österreichische Läuferin Pumper: Kein Antrag auf Öffnung der B-Probe – Vermutliches Epo-Doping
meint am 2008-04-22 12:05:52Richard Eimer, Anwalt für Sportrecht: Wenn der Leiter des "Anti-Doping-Labors" in Österreich, Herr Günter Gmeiner, feststellt, er hätte in seinem Labor bis jetzt in hundert Prozent der Fälle eine Übereinstimmung von A- und B-Probe gehabt, so ist das erneut ein Anlass die Zweifel am Doping-Analyse-System zu äußern. Solange nur ein vom IOC akkredidiertes Labor berechtigt ist, sowohl die A- als auch die B-Probe zu analysieren, wird es solche extrem häufigen Übereinstimmungen geben. Denn welcher Analytiker wird sein erstes Ergebnis offiziell als falsch deklarieren, nachdem durch die Bekanntgabe des positiven Ergebnisses der A-Probe bereits Schaden eingetreten ist. Er wird immer versuchen, sein erstes Ergebnis durch das zweite zu rechtfertigen. Deshalb muss darauf gedrängt werden, dass die Doping-Richtlinien der WADA und der nationalen Verbände dahin gehend geändert werden, dass die B-Probe von einem anderen Labor analysiert werden muss. Falls das nicht gewollt ist, muss dem Athleten zumindest ein Teil der Probe als C-Probe überlassen werden, damit er selbst eine Analyse in einem anderen Labor veranlassen kann.
Fußball Zur Nachricht von 2008-04-07
Randale in Frankfurt: DFB-Präsident fordert hartes Durchgreifen – Appell an "echte Fans"
meint am 2008-04-07 19:03:15Christian Maisel: Punktabzug wäre absoluter schwachsinn. Was können die Spieler und Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg für diese Raketen und Böller die aufs Spielfeld und in den Innenraum geflogen sind? Geldstrafe oder eben ein Spiel mit ausschluß der Öffentlichkeit ist für mich das höchste der Gefühle. Aber einen Verein der um jeden seiner Punkte hart kämpfen muss, durch solche Fanprobleme Punkte abzuziehen ist keine sportliche Entscheidung! meint am 2008-04-08 17:08:37Tom Smith: Punktabzug ist nicht gerechtfertigt, da es in viel schwerwiegenderen Fällen nur zu Geldstrafen gekommen ist. Außerdem wurde niemand verletzt. Zudem sollten wie in der normalen Rechtssprechung auch nur die Täter bestraft werden. Allerhöchstens könnte noch, wenn es nach dem gesunden Menschenverstand ginge, der Ordnungsdienst von Frankfurt wegen Nachlässigkeiten bei den Einlasskontrollen belangt werden, eine Bestrafung des FC Nürnberg, egal in welcher Form ist normalerweise absolut unberechtigt, wenn nicht sogar unzulässig. Man sollte sich beim DFB wieder auf Gesetz und Recht besinnen und nicht willkürlich Vereine für etwas bestrafen, für das sie nicht das Mindeste etwas können. Aber anscheinend sieht man solche Vorfälle als willkommenen Anlass, wieder Geld in die Kassen zu bekommen. Ein Punktabzug dazu, wäre der Gipfel der Ungerechtigkeit und käme einem Skandal gleich.
Biathlon Zur Nachricht von 2008-02-19
Biathlon: DOSB-Präsident Bach fordert Ende der Doping-Spekulationen– „Für uns zählen Fakten“
meint am 2008-02-20 19:05:56Richard Eimer, Anwalt für Sportrecht: Es stimmt nachdenklich, wenn Herr Dr. Bach (Jurist) die "eidesstattlichen Versicherungen" der Athleten als glaubhafter bewertet als die detaillierte anonyme Anzeige.
Wurden in der Vergangenheit nicht zahlreiche "eidesstattliche Versicherungen" abgegeben, die falsch waren. Es waren Sportler, die unter dem Druck der Ereignisse von ihrem Verband, Trainer, Sponsor dazu genötigt wurden. Es ist höchst bedauerlich, dass der Begriff "eidesstattliche Versicherung" derart entwertet wird. Eidesstattliche Versicherungen können nur vor einem Gericht oder einem Notar abgegeben werden. Sind diese falsch, wird der Erklärende bestraft. Was die Athleten erklärt haben, kann noch so falsch sein, sie werden nicht bestraft, auch wenn sie ihre Erklärung mit "eidesstattlicher Versicherung" überschrieben haben. Es wäre weitaus bedeutsamer, wenn die Athleten eine "Ehrenerklärung" abgeben würden. Wäre diese "Ehrenerklärung" falsch, hätten die Betroffenen in Zukunft keine schützenswerte Ehre mehr. Das wäre effektiver.
Radsport Zur Nachricht von 2007-12-07
Gesperrter Winokurow tritt vom Radsport zurück - "Ich habe keine Lust mehr auf diesen Sport"
meint am 2007-12-07 19:06:03Christian Jung, Redaktion Sportgericht.de: Nach der lächerlichen 1-Jahres-Sperre durch den kasachischen Verband nun der nächste Witz: diesmal hat Alexander Winokurow selbst die "Lacher" auf seiner Seite! Er will nach seinem Rücktritt seine Unschuld beweisen. Man darf gespannt sein, wie er das tun möchte. Vielleicht wurde ihm das Fremdblut unbemerkt zugeführt... |
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